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  • Klaus Heinzel

Ein RAUM für viele tausend Bienen



Liebe Bienenfreunde und Freunde der Stiftung,


zunächst Ihnen/Euch allen ein glückliches neues Jahr. Spannend wird es wohl bleiben.


Positiv gespannt sind wir auf weitere Ergebnisse in unserem laufenden Forschungsprojekt zur Bienengesundheit. Noch hat der Winter hier keinen richtigen Einzug gehalten. Es gab nur wenige Tage mit Frost im unteren einstelligen Bereich. Im Moment beobachten wir bei Temperaturen um die 10-15 Grad sogar schwachen Bienenflug. Es ist aber noch deutlich zu früh um zu beurteilen wie die Völker durch den Winter kommen werden.


Wir haben die vergangenen zwei Monate genutzt um in unserem Werkstattprojekt weiter zu kommen. Heute verließ die erste Einraum-Beute unsere Werkstatt und steht dann im Frühjahr, nach dem Anstrich mit einer ökologischen Lasur (Leinöllasur), für den Einzug eines Bienenvolkes bereit. Unser Dank gilt fleißigen Händen, die das ermöglicht haben.


Der Prototyp lehnt sich an bestehende Konzepte für Einraumbeuten an. Ursprünglich wurde dieser Beutentyp von einem US-amerikanischen Bienenwissenschaftler, Thomas Seeley, entwickelt. Der Vorteil in dieser Beute liegt aus unserer Sicht vor allem darin, dass das ganze Volk in einem Raum Platz findet. Dadurch wird u.a. der Bau eines zusammenhängenden Brutnestes gefördert.



Die Bienenbehausung hat eine Größe in den Abmessungen 85*36*60 cm. Sie wurde aus gut getrockneten (18%) Fichtenholz angefertigt und wiegt ca. 28 Kilogramm.


Es gibt auch Anbieter bei denen man fertige Einraum-Beuten erwerben kann. Die Anschaffungskosten für eine komplette Behausung liegen je nach Anbieter und Ausstattung zwischen ca. 350 und 550 €. Für unseren Eigenbau hatten wir Materialkosten in Höhe von ca. 120 €. Dazu kämen die Kosten für den Edelstahldeckel, den uns ein Freund der Stiftung herstellte. Natürlich wäre auch ein verzinkter Blechdeckel ausreichend. Dankenswerter Weise war das Material für die Stiftung kostenfrei. Eine solide Werkstattausrüstung, Geduld und etwas handwerkliches Know How gehören allerdings dazu. Bauanleitungen finden sich im Internet.


In den konventionellen Beuten, die sich aus mehreren Zargen zusammensetzen, wird der zur Verfügung stehende Raum in Brut- und Honigraum unterteilt. Durch den „Einraum“ ist also auch gegeben, dass die Honigvorräte näher am Brutnest liegen und dadurch der Energieaufwand für die Bienen reduziert wird.

Trotz der Vorteile, die für den konventionellen Imker, der die Honigernte im Fokus sieht, noch eine deutlich einfachere Handhabung aufweist, ist die Anzahl der eingesetzten Einraum-Beuten mit geschätzten 2500 in Deutschland recht übersichtlich. Das mag auch an den deutlich höheren Anschaffungskosten liegen. Eine klassische „Zander-Beute“ liegt mit drei Magazinen bei einem Anschaffungspreis zwischen 120 und 200 €.


Die Einraum-Beute stellt insgesamt eine wesentlich naturnähere Behausung für die Bienen dar. Deshalb sind wir davon überzeugt, mit diesem weiteren Baustein, die Bienengesundheit nachhaltig zu unterstützen. Wir werden über unsere Forschungsergebnisse berichten.


Auf ein gutes Bienenjahr 2023!

Be(e) good


Ihr/Euer

Klaus Heinzel

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