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  • Klaus Heinzel

Robo Bees sind keine Lösung

Walmart lässt sich Bienendrohnen patentieren

Dass der Wahnsinn in dieser Welt immer noch einmal zu toppen ist, können wir dieser Überschrift entnehmen. Es handelt sich ausdrücklich nicht um einen verspäteten Aprilscherz, sondern um die Wahrheit. Entnommen werden kann das dem Papier der „United States Patent Application Publication US2018/0065749 A1 vom 8.3.2018.“ Vielleicht dient dieses Datum späteren Generationen als historischer Meilenstein im Rückblick auf die Fehlentwicklungen des "modernen", digitalisierten einundzwanzigsten Jahrhunderts.


Der weltgrößte Handelskonzern Walmart, mit einem Umsatz von fast 500 Milliarden Dollar, der vergleichsweise noch deutlich über dem Bundeshaushalt liegt, hat Minidrohnen zum Patent angemeldet, die zukünftig in der Lage sein sollen die analogen Bienen bei ihrer Aufgabe der Blütenbestäubung zu ersetzen. Damit soll wohl, vor dem Hintergrund des weltweiten Bienensterbens, ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Angebote in den Obst- und Gemüseabteilungen des Handelsgiganten geleistet werden, der den Strategen dort offensichtlich als sinnvoll erscheint. Milliardenumsätze und Milliardengewinne, die auch weiterhin sprudeln müssen, motivieren offensichtlich zu solchen aus unserer Sicht intellektuellen Fehlleistungen.

Neben der Bestäubung können die digitalen Bienen auch Pflanzenschutzmittel punktgenau in die Blüte bringen, und vorhandene „Schädlinge“ exakt orten. Ob Sie auch stechen können ist nicht bekannt. Darum würde sich aber wohl eher das Pentagon kümmern als Walmart.

Nachdem in einigen chinesischen Regionen die Bestäubung bereits durch Menschen vorgenommen wird, die mit feinen Pinseln ausgerüstet in die Bäume klettern, was aber selbst bei dem chinesischen Einkommensniveau noch als zu teuer angesehen wird, geht die Entwicklung also dynamisch weiter.

Können wir nur den Kopf dazu schütteln, ohnmächtig zuschauen oder vor Wut zerbersten? Wir können deutlich mehr tun.

Die Stiftung concordiaNATURA möchte viele Interessierte dazu einladen sich um die „analogen Bienen“ zu kümmern. Es ist gar kein Hexenwerk art- und wesensgerecht selbst zu imkern. Ein sinnstiftendes Hobby, mit einem überschaubaren Arbeitsaufwand, das aber umso mehr Freude macht und uns mit besinnlichen Stunden an den Bienenbeuten reich beschenkt.


Die Bienengesundheit und damit der Erhalt der Spezies „Apis mellifera mellifera“ sollte dabei im Vordergrund stehen. Dazu gehört dann auch auf große „Honigernten“ zu verzichten und den Honig lieber, zumindest zum überwiegenden Teil, den Bienen als Vorrat für den Winter zu überlassen, für den er von der Natur ursprünglich vorgesehen ist.

Wir freuen uns über Fragen zu dem Thema. Genauso freuen wir uns wenn dieser Beitrag geteilt wird.

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