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  • Klaus Heinzel

Bienengesundheit im "Hohen Norden"

Aktualisiert: 28. Okt. 2021

Weiterer Ausbau der concordiaNATURA-Aktivitäten zur Bienengesundheit


Nach intensiver Vorbereitung, haben wir in den vergangenen Wochen, auf einer Recherchereise, Chancen und Möglichkeiten für ein Forschungsprojekt im Rahmen unserer Thematik „Bienengesundheit“ in Dänemark ausgelotet.

Recherchereise nach Dänemark. Wie ist der Stand der Bienengesundheit im Hohen Norden?
Recherchereise nach Dänemark. Wie ist der Stand der Bienengesundheit im Hohen Norden?

Warum Dänemark?

Die Region, weit im Norden Europas, erscheint uns wegen der sehr unterschiedlichen Nutzung der Landschaften sehr geeignet zu sein. Einerseits gibt es riesige Flächen, die durch die Agrarindustrie intensiv genutzt werden. Häufig trifft man in ganzen Landstrichen auf Monokulturen mit Getreide, insbesondere Raps und Mais. Der Raps wird auf großen Flächen ausgebracht. Wir wissen, dass diese Pflanze eine exzellente Bienenweide ist, ob es aber für die Tiere gut ist, von diesen Feldern Nektar und Pollen einzubringen, steht auf einem anderen Blatt. Auf den Feldern wird zu über 90 % konventionell, unter Einsatz aller legalen Pestizide und Pflanzenschutzmittel angebaut. Zwei Drittel der Gesamtfläche Dänemarks wird landwirtschaftlich genutzt (Quelle Baedecker/Dänemark).

Andererseits trifft man ebenso auf sehr große Flächen, die man, zumindest aus europäischer Sicht, als „Wildnis“ bezeichnen kann. Der Staat Dänemark hat sehr große Flächen als Nationalparks ausgewiesen, die diesem Status gerecht werden. Konventionelle Landwirtschaft ist hier kaum, meistens gar nicht anzutreffen.

Ein weiterer Grund für die Stiftung sich hier vor Ort ein Bild zu machen liegt in dem Anspruch das Thema Bienengesundheit in unterschiedlichen Klimazonen und mit gleichfalls sehr unterschiedlichem Nahrungsangebot durchzuführen. Zwischen den ersten Stationen in Portugal, über Standorte in Deutschland bis zu geplanten Stationen in Dänemark liegen über 3.000 Kilometer. Es wird spannend sein sich daraus ergebende Unterschiede zu ermitteln.

Der nach unseren Informationen größte Nationalpark, mit einer Fläche von 244 Quadratkilometern (Quelle Thy-Uge Woche 40-43) ist der Nationalpark Thy im Norden der dänischen Halbinsel Jütland, der in die Recherche mit einbezogen wurde. Das Angebot für die Bienen, Wildbienen und andere Insekten ist trotz der trockenen Dünenlandschaft, direkt an der Nordseeküste, vielfältig. Hauptlieferant sind große, mit dem Spätblüher Dünenheide bewachsene Flächen. Erwähnenswert sind ebenso große Flächen mit Sanddorn. Der Sanddorn beginnt bereits Ende März mit der Blüte, die sich bis zum Juni hinzieht. Auch die wilde Heckenrose ist häufig anzutreffen. Sie blüht von April bis in den Juli hinein. Teilweise, standortbedingt auch noch länger. Wir konnten noch im November Blüten ausmachen, die bei Temperaturen von > 10° auch noch angeflogen wurden.

Als Fazit der Recherche steht für uns fest im nächsten Schritt Kooperationspartner, sowohl in Agrarzonen als auch in den Nationalparks, für das Projekt zu gewinnen.


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