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HOCHzeit im Bienenvolk

  • Autorenbild: Klaus Heinzel
    Klaus Heinzel
  • vor 8 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Bestandsaufnahme zur Sommer-Sonnenwende


Das Bienenjahr überschreitet gerade wieder seinen Zenit. Pünktlich zu diesem Stichtag führten wir eine Bestandsaufnahme bei den 10 Testvölkern mit folgenden Ergebnissen durch:


Bienenbestand

Nachdem bei allen Völkern in den Monaten April und Mai das Ausschwärmen registriert wurde, waren wir auf die Bestandsentwicklung gespannt, die sich wie folgt abzeichnet:


3 Völker Bienenbestand > 40.000

3 Völker Bienenbestand > 35.000

2 Völker Bienenbestand > 25.000

1 Volk Bienenbestand > 20.000

1 Volk Bienenbestand > 15.000


Mit dieser Bestandsentwicklung sind wir grundsätzlich, vor dem Hintergrund des Ausschwärmens, zufrieden. Die Population hat sich bei 8 Völkern in den vergangenen 6-8 Wochen wieder fast auf das "normale" Niveau entwickelt. Auch die beiden Völker mit einem Bienenbestand < 20.000 werden sich voraussichtlich wieder vergrößern.



Varrose

Unser besonderes Augenmerk liegt auf dem Befall der Völker mit der Varroa-Milbe, die uns in Europa inzwischen seit über 40 Jahren begleitet. Sie ist nach wie vor die Hauptursache für den Verlust von kompletten Bienenvölkern. Auch Millionenbudgets, die in die Ursachen- und Bekämpfungsmethoden gesteckt wurden, führten bisher nicht zum Erfolg. Die Meinung, dass ein Überleben der Bienenvölker nur durch den Einsatz von Medikamenten/Chemie möglich ist, hat sich inzwischen manifestiert. Wir gehen mit unseren Forschungen einen anderen Weg, in dem wir, neben vielen anderen Maßnahmen, keinen Honig entnehmen und auf die Schwarmunterdrückung verzichten. Wir setzen keine Medikamente oder andere Chemie ein. In den vergangenen Jahren ist es uns auf diesem Weg gelungen eine deutlich höhere Überlebensquote zu erzielen, als das mit der konventionellen Imkerei möglich war. Trotzdem sind unsere Bestände nicht frei von der Milbe. Wir registrierten Am Stichtag 22.6. durchschnittlich 0,5 Milben pro 100 Arbeitsbienen. Bei der Zählung ist davon ausgegangen worden, dass sich ca. 2/3 der Milben in der verdeckelten Brut befinden.


Bei einem Volk ermittelten wir einen Befall von 1,5 Milben pro 100 Arbeitsbienen, was kritisch zu sehen ist. Wir haben als Gegenmaßnahme ca. 50% er Rahmen mit verdeckelter Brut entnommen. Dadurch sinkt der Milbendruck erheblich. Das Volk wird demnächst 14tägig monitort.

Bei den allen anderen Völkern sehen wir uns "auf der sicheren Seite".

Andere Krankheiten konnten wir bei den Sichtungen nicht feststellen.



Honigbestand

Da wir bisher keinen Honig entnommen haben, ist der Honigbestand in dieser Jahreszeit, in der das Blütenangebot immer noch sehr groß ist, relativ hoch und zeichnet sich wie folgt auf:


1 Volk Honigbestand 35 Kilogramm

4 Völker Honigbestand > 30 Kilogramm

2 Völker Honigbestand > 25 Kilogramm

2 Völker Honigbestand 23 Kilogramm

1 Volk Honigbestand 21 Kilogramm


Vor dem Hintergrund dieser Bestände haben wir bei 7 Beuten das Platzangebot erweitert. Es besteht die Zielsetzung, dass alle Völker mit einem Bestand von mindestens 25 Kilogramm Honig in die Winterpause gehen.


Brut

In allen Völkern wurde eine intensive Bruttätigkeit festgestellt.


Mit diesen Daten gehen wir optimistisch in die kommenden Monate.


Herzlich Grüße und be(e) good,


Ihr/Euer

Klaus Heinzel



 
 
 

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