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  • AutorenbildKlaus Heinzel

Neue Bewohner im ersten "ungarischen" Bienenhaus



Im Rahmen des Werkstattkonzeptes der Stiftung wurde in den letzten Wochen, als Pilotprojekt, das erste Bienenhaus in den in Ungarn weit verbreiteten ungarischen Standardmaßen (breite hohe Rähmchen) gebaut. Eine deutsche Einraumbeute wurde an die Rähmchengröße angepasst. Eine recht aufwändige Konstruktion. Die Beute wurde in der Mitte geteilt und um rund 25 cm verbreitert. Sie musste in der Höhe reduziert werden. Ein neu gebauter Aufsatz dient als Auflage für die Aufhängung der Rähmchen. Zusätzlich wurde unter einem neu gebauten Massivholzdach eine natürliche Hanfdämmung und eine zusätzliche Natur-Kautschuk-Matte eingebaut. Die Dachkonstruktion wird mit einem Trapezblech abgeschlossen. Die Wände des Bienenhauses sind mindestens 3 cm, teilweise 4 cm dick. Der Boden besteht ebenfalls aus Massivholz. 


Wir sehen die Notwendigkeit, der Isolierung und Belüftung besondere Aufmerksamkeit zu schenken, insbesondere wegen der hohen Temperaturen im Juli und August, die zu Wachsschmelzen führen können. Im unteren Bereich wurde auf der gegenüberliegenden Seite des Fluglochs eine breite Inspektionsluke angebracht. Eine selbst entwickelte Idee, zwei Völker in der Beute zu beherbergen, wurde umgesetzt, indem zur Trennung ein Sheet, etwa in der Mitte, angebracht wurde. 


Diese Beutenform mit den hohen Rähmchen reduziert die Zahl der jährlich zu kontrollierenden Völker, da das Volk auf weniger Waben sitzt als in anderen Beuten. Sollte eine Entnahme von Brutnestwaben notwendig werden, kann dies sofort erfolgen und es müssen nicht erst die Honigräume entfernt werden, wie dies bei Magazinbeuten der Fall ist. Insgesamt sorgt diese Beute für eine deutliche Entlastung des Bienenvolkes, die durch weniger Eingriffe und einen kürzeren Zeitraum erreicht wird.



Wie auf den Bildern zu sehen, ist diese Woche das erste Bienenvolk eingezogen, welches uns ein lokaler Imker kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Ihm und den ehrenamtlichen Helfern, die beim Bau des Stocks geholfen haben, gilt unser besonderer Dank. 


Wir freuen uns sehr über diese „Ergänzung“ auf dem Grundstück und werden das Bienenvolk und die Nutzung der Beute weiter erforschen. Ein lokaler Imker berichtete von großen Erfolgen bei der Bekämpfung der Varroamilbe durch das Einbringen einer Wasser-Milchsäure-Lösung. Die Einbringung der Lösung erfolgt durch Zugabe einer Wasser-Kefir-Mischung (85/15%) in die Bienentränke und durch feines Aufsprühen der Lösung auf die Waben.


Auch die benachbarten Erdbeerbeete freuen sich über ihre neuen Nachbarn. 


Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um neue Bienenvölker anzusiedeln. Die Tracht ist sehr üppig und reichhaltig mit einer großen Blütenvielfalt. Ahorn, Akazie, Erdbeeren, Thymian, Rosmarin, Borretsch und viele weitere Kräuter und Blumen blühen derzeit. 


Wir werden auch diesem Volk keinen Honig entnehmen und die Schwarmtätigkeit nicht unterdrücken. 


Über die weitere Entwicklung und Ergebnisse des Projektes werden wir gerne berichten. 


Herzliche Grüße und be(e) good


Ihr

Klaus Heinzel

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