Tiefe Ruhe an den Bienenständen
- Klaus Heinzel

- vor 4 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Liebe Freunde und Förderer der Stiftung,
liebe Bienenfreunde,
zunächst Ihnen/Euch allen, mit denen wir bisher nicht persönlich oder telefonisch im Kontakt waren, ein glückliches neues Jahr und ein gutes Bienenjahr. Möge der Frieden uns Menschen begleiten.
In unserem letzten Blog, Mitte November, teilten wir unsere Sorgen über die für die Jahreszeit zu hohen Temperaturen mit. Vielleicht hat dieses Teilen geholfen. Schon eine Woche später zog auch bei uns der Winter ein. Zunächst mit Temperaturen im unteren einstelligen Bereich und seit zwei Wochen mit z.T. starken Frost und viel Schnee, der liegen bleibt. Gut so, uns beruhigt das sehr.
Die Winterruhe hat jetzt begonnen und die einzigen Besucher auf unserer Station sind viele Vögel, die wir bei diesen Bedingungen gerne füttern. Wir beobachten Kohlmeisen, Blaumeisen, Waldmeisen, Kleiber, Buntspechte, Amseln, Rotschwänzchen, Buchfinken, Elstern und Stieglitze. Und natürlich viele Sperlinge. Ein buntes Treiben. Das Zusehen macht viel Freude.
Für die Bienen ist jetzt das Wichtigste die ungestörte Winterruhe, die hier voll umfassend gegeben ist. Sie bilden in den Beuten die sogenannte Wintertraube. Das Thermometer zeigt trotz der eisigen Außentemperatur ca. 25° Celsius in den Behausungen. Innerhalb der Traube ist es noch wärmer. Wir führen keine Kontrollen durch bei denen der Deckel geöffnet werden muss. Zum Ende des Monats werden wir eine erste Gewichtskontrolle durchführen um zu prüfen wie sich der Futtervorrat entwickelt. Das geschieht, in dem wir die Beuten mit zwei Personen vorsichtig auf eine Stockwaage stellen.
Bei Schneelagen ist es jetzt wichtig die Fluglöcher frei zu halten um die Luftzirkulation zu gewährleisten. Dabei ist zu beachten einen Draht einzusetzen, der den Mäusen den Zutritt verwehrt.

Ansonsten gibt es wenig zu tun. Wir sind dabei unsere Ergebnisse aus dem letzten Jahr zusammen zu tragen und dann zu veröffentlichen. Schon jetzt lässt sich sagen, dass es ein Jahr mit einem schwierigen Start, einer umfang-reichen Tracht und einem sehr heißen Sommer war. Detaillierter berichten wir in Kürze.
In der Werkstatt am Forschungsstandort reparieren wir im Moment defekte Magazine und säubern benutzte Rähmchen sorgfältig von Wachsresten um den Wachsmotten keine Heimat zu bieten.
Für ein Institut, in einer nahegelegenen Kleinstadt, bereiten wir im Moment eine Vortragsreihe für die kommenden Monate vor. Natürlich geht es auch dabei wieder im Schwerpunkt um die Bienengesundheit.
Mit einem befreundeten Biologen bereiten wir eine Testreihe vor, bei der wir, außerhalb unser Testvölker, die Eindämmung der Varrose mit verschiedenen, möglichst nebenwirkungsfreien, Mitteln feststellen werden. Zu dem Vergleichstest sollen zum Einsatz kommen ApiLife, Oxalsäure, Ameisensäure, Milchsäure und Natron. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse und werden berichten.
Ich wünsche Ihnen allen eine gute, erholsame Winterpause mit schönen Momenten in der Natur. Und natürlich wünschen wir viel Vorfreude auf das kommende Bienenjahr.
Herzliche Grüße und be(e) good,
Euer/Ihr
Klaus Heinzel




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